Endstation Einsamkeit?

Heute führte mich mein Alltagsweg nach Brannenburg, ein Ort an der deutsch-österreichischen Landesgrenze im oberbayerischen Landkreis Rosenheim. Die Sudelfeldstraße, die sehr beliebt bei Motorradfahrern ist und die Wendelsteinbahn sind die bekanntesten Attraktionen die Brannenburg zu bieten hat. 

Ich war schon länger auf ein Projekt neugierig das schon lange für positive Schlagzeilen sorgt und den Namen „Generationen Dorf“ trägt. Was früher selbstverständlich war, nämlich das Zusammenleben von drei Generationen unter einem Dach, haben heute fast Seltenheitswert, und so werden Probleme in die Anonymität und in unterbesetzte, menschenunwürdige Einrichtungen verlegt. Auch Singles, junge Familien und Kinder leiden sehr oft unter Situationen die überfordern und sozial sehr fragwürdig sind.
Im Inntal entsteht ein neuartiges Wohnprojekt. Eine Art Dorf im Dorf, gewachsen in nur zehn Jahren. Alt und Jung, Familien und Singles wollen dort etwas wiederfinden, das im Alltag immer mehr verloren geht: echte Nachbarschaftshilfe.


(So soll das Generationen Dorf 2020 aussehen)

Dabei kommt es auch auf die innere Bereitschaft und die Offenheit des Einzelnen an. Der Gewinn für die Gemeinschaft ist von unschätzbarem Wert, denn im Einklang und im Austausch mit anderen zu leben, ist eine beständige Bereicherung, Jüngere profitieren von der Erfahrung der Älteren, die Kleinen genießen die Geborgenheit in der Gemeinschaft und die reifere Generation bleibt aktiv ins Leben eingebunden.

Die Idee, mit einem generationenübergreifenden Wohnprojekt ein Zeichen gegen die anonymisierte Welt zu setzen, stammt vom erfolgreichen Modeunternehmer und heutigen Eigentümer des Projekts, Wolfgang Endler. Er hatte die Idee von einem Ort, an dem Jung und Alt, Singles und Familien ein erfülltes Leben führen können. Dafür erwarb Endler 2012 im Bieterverfahren das Areal der ehemaligen Kaserne in Brannenburg, das seitdem mit einem rund 50-köpfigen Projektteam entwickelt wird. Bis 2020 entstehen dort zukunftsweisende Wohnungen und Einrichtungen für 800 Bewohner, die ihnen nach dem Prinzip der Nähe und Gemeinschaft alles zum Leben Nötige im unmittelbaren Umfeld ermöglichen. Vom Montessori-Kinderhaus, das mit Öffnungszeiten von 6.30 bis 22.00 Uhr neue Maßstäbe im konservativen oberbayerischen Raum setzt, bis hin zu integrierten Pflegeeinrichtungen, die Menschen im Alter eine menschenwürdige Versorgung in ihrem Lebensumfeld ermöglichen, ist an alles gedacht. Das aktive Miteinander einer funktionierenden dörflichen Gemeinschaft ist integraler Bestandteil dieser Idee: Jüngere profitieren von der Erfahrung der Älteren, die Kleinen genießen die Gemeinschaft und die reifere Generation bleibt aktiv ins Leben eingebunden. 

Fürsorge, Miteinander und respektvoller Umgang mit dem Nächsten, klingt fast zu schön um wahr zu sein und sollte doch das selbstverständlichste sein.
Interesse an diesem Thema?

http://dahoam-im-inntal.de/

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