Baby I LOVE YOUR WAY

Immer wenn ich auf das Datum der Veröffentlichung dieses Songs, der einer meiner Lieblingssongs ist schaue, denke ich darüber nach, dass ich 1975 die Liebe fühlte wie jetzt.

Damals mit 15 Jahren glaubte ich an die Liebe, so wie ich es heute auch tue. Ich sehe die 45 Jahre dazwischen als Generalprobe für das Jetzt, in der ich geübt und geprobt habe. Ich wurde bejubelt und ich wurde ausgebuht. Manchmal wurde eine Zugabe gefordert, und ab und zu wurde das Stück vorzeitig abgesetzt.

Ich habe jetzt verstanden, dass Liebe immer üben, proben und Lampenfieber ist. Das Stück „Liebe“ ist nur so gut, wie es die Akteure darin sind. Mein Herzmensch lässt mich wachsen und mich entwickeln, ganz einfach, einfach so.

Ich würde dem Stück heute folgenden Titel geben:

„Was die Liebe noch werden kann, und was sie ist (und von allen Gefühlen dazwischen).“

JAHRHUNDERTLIED VON ERIKA PLUHAR

Das -Jahrhundertlied- von Erika Pluhar, das Ihr weiter unten findet, ist für mich die schönste Liebeserklärung. Nicht nur an das Gegenüber, sondern auch an mich selbst. Es beschreibt das selbstverständliche Lieben um des Wesens Willen, egal wie die Beleuchtung ist und wie die Umstände sind.

Es ist die Freiheit lieben zu wollen, weil man lieben kann.

JAHRHUNDERTLIED

Sollte ich es einmal schaffen

neben Dir bei mir zu bleiben

ohne mich verschließen zu müssen,

dann werde ich zu Dir gehen können

ohne Furcht.

Sollte ich es einmal schaffen

neben Dir unbeirrbar zu sein

ohne um mich schlagen zu müssen,

dann werde ich Dich umarmen können

ohne Traurigkeit.

Sollte ich es einmal schaffen

neben Dir mich selbst zu achten

ohne mich behaupten zu müssen,

dann werde ich Dich lieben können

ohne Schatten.

Erika Pluhar

Wunder haben keinen begrenzten Radius

„Dass dieses trübe, und zum Teil stürmische Jahr 2020 noch Wunder blühen hat lassen, ist ein Wunder für sich.“

Dieses jetzt hinter mir liegende Jahr, zeigte mir wieder, dass es nicht an den Umständen liegt, die Wunder möglich machen.

Wunder haben keinen begrenzten Radius, aber manchmal soll man über Grenzen, und aus sich heraus gehen, damit das Wunder sieht, ich bin da.

Wunder muss man in sein Leben lassen, besonders die, die man selbst noch machen muss.

Die Zeit zwischen dem Leben. Zeit um über mein Leben nachzudenken.

Den Tag warten lassen, um mehr von mir zu haben……

Mit diesen Worten, die ich auf meinem https://wortgefuehle.blog vor einiger Zeit geschrieben habe, zeigt sich am besten wie mein Leben, durch langsamer leben, lebendig und intensiv wurde.

Ich liebe es, dieses Leben zu berühren, zu fühlen, und dabei auf meinen Grund zu kommen. Konstantin Wecker singt in seinem wunderschönen Lied „Liebeslied im alten Stil“, dass es die Hauptsache ist sich zu berühren, und in sich einzutauchen. Einzutauchen, ohne zu wissen, wie tief dieses Meer ist.
Das Leben und die Liebe für mich selbst, schenken mir das Vertrauen, fliegen zu lernen, während ich falle.

Es sind meist die kleinen Momente des Glücks, die mich eintauchen lassen, in mich, meine Gefühle und Gedanken. Da ich leidenschaftlicher Kaffeetrinker bin, bewunderte ich lange Zeit, die glänzenden und verschnörkelten Wundermaschinen, aus denen unten das „Schwarze Gold“, wie von Zauberhand in die Tasse fließen kann. Ich hatte und habe eine davon auch noch in Gebrauch, einfach weil es z.Bsp. für mehrere Gäste praktisch ist.

Ein Moment des kleinen Glückes ist für mich jedoch meine kleine „Bialetti“. Die einfachste und ehrlichste Art, mir italienische Lebensfreude und Genuss zu schenken. Das kleine Wunderteil schenkt mir Zeit für mich, und hilft mir neue Perspektiven zu finden, sie lässt mich über Probleme lächeln, und ist meine Ruheinsel im Tag. Ich gebe mir Zeit, selbst gemahlenes Kaffeepulver in das Sieb zu füllen, dieses dann sanft zu schütteln um es zu verteilen. Beim Warten vor dem Herd denke ich oft an das Leben, und wie es sich bereithält, und lächle bei der Erkenntnis, dass ich früher für das Leben bereit war, und um wie viel besser es sich anfühlt jetzt selbst die Regie zu führen.
Die Kunst des richtigen Augenblicks lerne ich immer wieder, wenn es darum geht, sie punktgenau vom Herd zu nehmen und in die Tasse zu gießen.. Die richtige Menge Zucker, und dieses zärtliche umrühren, zeigen mir immer wie wichtig die Zutaten auch in meinem Leben sind, und wie unersetzlich die kleinen zärtlichen Momente zwischen meinem Leben und mir.

Die kurze Zeitspanne des Genusses der kleinen Tasse flüstert mir dann immer leise in die Seele:

als ich dachte
dass Leben eine Zeit ist
zeigte es mir
dass die Zeit
Leben ist

Schwer zu Leicht von „Die Plank“

Und wieder erreicht meine liebe Freundin Julia Plank mit Ihrem neuen Album „Schwer zu Leicht“ mein Seelenhören. Heute hatte ich endlich die Zeit ihr neues Werk mehrmals anzuhören. Für mich sind Ihre Texte ein Lesen von Seele, Herz, Gefühl und Leben.

Die 12 Songs (51 Minuten) nehmen mit auf eine Reise in die eigene Vergangenheit, erzählen von eigenen Wünschen, Gedanken und Fragen. In „Frieden“ finde ich meinen Schatz wieder, bei dem alles gut ist wie es ist. „Schwindelfrei“ erzählt von der Eskalation in der Partnerschaft, und „Schwer zu Leicht“ entführt in das Gefängnis des eigenen Ich‘s.

Kauft Euch einfach das Album und taucht selbst in Poesie, Sehnsucht und Vertrauen ein. „Gefühl pur“ von „Die Plank“

Als kleines Schmankerl der Song „Frieden“ mit Gedanken von mir dazu.

https://music.apple.com/de/album/schwer-zu-leicht/1540589388