Einleitung im Buch, oder der Grund warum es das Buch „Seemond“ ab März 19 gibt!

Vor ein paar Tagen auf der Couch, in meiner „Cloud“ von 1978 blätternd, zu der man damals noch Photoalbum sagte. Ich erinnerte mich dabei an mich, diesen unfertigen und verrückten 17jährigen, dem nichts unmöglich schien, der mit Träumen und Wunschballons in der Seele mit den Beinen am Boden aber mit dem Kopf meist zwischen den Wolken war, um das zu finden was es unten nicht gab.

Bei diesem an mich erinnern konnte ich mich nicht mehr finden, musste mich selbst wieder suchen. Wo war ich verschwunden?

Das Leben formte mich nach seinem Muster, das Kind, der Junge, ja der Spinner, der nie so recht erwachsen werden wollte, machte dem Mann Platz. Dem Mann, der Erwartungen erfüllte, Vernünftiges getan hat, Träume auf später terminierte und Gefühl in sich trug, das zu falscher Zeit, unter falschen Bedingungen glänzte und zum bleiben einlud.

Der tanzende Junge auf dem Bild, nicht fragend warum er tanzt, dass bei ihm zwei Welten aufeinandertreffen, keinen Grund für Glück haben zu müssen, ist nicht mehr.

Als ich die Suche nach mir intensivierte fand ich ihn, diesen wertvollen Kern in mir. Er hatte Gestalt und Form verändert. Anstatt Verrücktheit und Unbekümmertheit übernahmen Gefühl, Herz und Lust die Plätze. Lust auf Leben, Lust auf Gefühl, Lust zu lieben und geliebt zu werden. Mir wurde wieder bewusst, dass mein Mund noch immer die Wolken schmeckte, auch wenn die Abdrücke am Boden jetzt etwas tiefer waren. Ich schreibe Verse, lese und liebe Gedichte, schreibe an meinem ersten Buch und vor allem bin ich im Herz und im Kopf frei, für alles was das Leben noch für mich bereithält. Der Mann, der Junge auf dem Photo tanzt wieder, mehr denn je …

Werde ich im Winter noch Blumen finden

Und wieder war der Titel eines Buches der Grund es haben zu müssen.

Habe gerade in meiner Buchhandlung ein neues Objekt der Begierde bestellt. Ich freue mich sehr darauf. Einige von Euch haben es bestimmt schon gelesen. 

Brigitte Cleve, eine starke Frau und Persönlichkeit (mein Empfinden) lässt etwas in ihr Leben schauen. Werde Euch dann natürlich berichten.

Kurzbeschreibung:
Wie wird ein Mensch zu dem, der er ist? 

In ihrer mitreißenden Autobiografie geht Brigitte Cleve auf Spurensuche. Sie schildert ihre Erlebnisse vor dem Hintergrund zeitgeschichtlicher Ereignisse von der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts bis heute, 2008. Ihre persönliche Geschichte ist nicht weniger wechselvoll. Aufgewachsen in einem konservativ-katholischen Milieu in den 50ern, bleibt ihr als Mädchen zunächst eine Lehre als Bankkauffrau verwehrt. Doch sie ist ehrgeizig, feilt an ihrer Karriere und wird schließlich Filialleiterin bei einer Bonner Bank. Dem massiven Stellenabbau zu Beginn des neuen Jahrtausends fällt auch ihr Arbeitsplatz zum Opfer. Mit 55 bemüht sie sich, einen Ausbildungsplatz als Altenpflegerin zu bekommen – und hat Erfolg. 

Auch ihr Privatleben ist von Höhen und Tiefen, Trennungen und Neuanfängen geprägt. Doch Brigitte Cleve gelingt es immer wieder, von vorne zu beginnen. Und sie verliert nie den Mut. Genau das macht dieses Buch so spannend.

Werde ich im Winter noch Blumen finden?

Erinnerungen „am Nachmittag eines Lebens“

Paperback

452 Seiten

ISBN-13: 978-3-8334-7664-8

Verlag: Books on Demand

Erscheinungsdatum: 06.08.2008

Sprache: Deutsch

Farbe: Nein

Gedanken beim lesen von „Ein Sandkorn im Meer“ von Patrycja Mundt

„Ein Sandkorn im Meer“
diese vier einfachen Worte waren der Antrieb mir dieses Taschenbuch mit 72 Seiten zu bestellen und mich darauf einzulassen.

Da ich generell in der Buchhandlung bestelle und die Großhändler noch keinen Lagerbestand hatten wurde meine Ungeduld noch vier Tage strapaziert. 
Die Widmung zeigt bereits das hier wirklich Herz und Seele mit Handarbeit eine Verbindung gefunden haben. Mann, Kinder, Oma und Freundin waren zusammen mit der Autorin anscheinend ein kreatives und funktionierendes Team. 

Die ersten Seiten zeigten mir sofort das die Autorin „meinen Nerv“ getroffen hat. Es wurde ja schon alles über Seele, Herz, Gefühl und Leben geschrieben. Diese Hürde überspringt die Autorin mühelos, wobei hier natürlich keine wirkliche Objektivität aus mir spricht, sondern einfach Begeisterung! Jeder Leser wird dieses Buch natürlich anders „fühlen“.

Die ersten 51 Seiten bilden jeweils auf zwei Seiten, eine wundervolle Einheit zwischen einfachen, kurzen und berührenden Aussagen und Bildern, teilweise in Aquarellform, die sofort das Kopfkino anlaufen lassen. Ich wurde mit den Worten auf die Seite daneben entführt und bin in die Bilder eingetaucht. 
Beim Lesen in den Gedanken und Gefühlen von Frau Mundt mitreisen zu dürfen war eine intensive Erfahrung, die mich auch beim mehrmaligen Lesen immer wieder neue Phantasien erleben ließ.

Ab Seite 52 hat die Autorin je Seite fünf bis sechs Zitate veröffentlicht, die ohne große und unverständliche Umwege, sich selbst und die Welt etwas besser verstehen lassen. 

Als Medizin in Wortform gegen den grauen Alltag und für Freude am Leben jederzeit einzunehmen. Die einzige Nebenwirkung besteht in einem gewissen Suchtverhalten immer mal wieder eine Dosis zu nehmen.

Das Buch ist ein Sandkorn im Meer, aber ein einmalig besonderes.


Einband

Taschenbuch
Seitenzahl
72
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-8422-4533-4
Verlag
Fischer Karin
Maße (L/B)
205/135 mm
Gewicht
105
Abbildungen
farbige Abbildungen
Auflage
Euro 14,80