Einfach Wort

Buchstaben, Worte und Sätze,

Glied für Glied zur Kette im Tag.

Manche tragen Gift in sich,

andere verführen.

Die bedachten und gewählten

können heilen und lindern,

Worte…so einfach, einfach….

©wortgefuehle

Ich will nie selbstverständlich sein

Abwesenheit


Als ich, links neben ihr sitzend, mit dem Fuß gegen ihren Stuhl schlug und wahrnahm, daß ich ihn damit nach rechts verrückte, begriff ich, daß sie abwesend war.



Die Zeilen aus dem Buch -Idylle rückwärts – von Kurt Drawert zeigt ein Problem in unserer Zeit, das einfach als selbstverständlich hingenommen wird, nämlich die Selbstverständlichkeit!
Ob im Miteinander im Beruf, Alltag oder Familie, wir erkennen selbstverständlich das nichts auf dieser Welt selbstverständlich ist, erst dann, wenn es selbstverständlich zu spät ist. 
Selbstverständlich ein Wort das leider selbstverständlich geworden ist!


©wortgefuehle

Vergessene Redewendungen

Jetzt stehst Du auf, gehst nochmal vor die Tür, und klopfst wieder an. Dann wartest Du auf das „komm doch bitte herein“ und wir beginnen von vorne.

Eine Redewendung die heute selten bis gar nie mehr gehört wird. Das finde ich sehr schade, würde doch das befolgen dieser Spielregeln Konflikten im privaten und geschäftlichen Bereich oft die Wucht nehmen oder erst gar nicht entstehen lassen.
Für mich ist es irgendwann (wieder) der bunte Faden in der Kommunikation geworden und er hilft mir ich selbst in Gesprächen oder Diskussionen zu sein. Oft verläuft man sich in hitzigen Streitgesprächen in das „Ich habe Recht“ und wird blind für die Signale und vielleicht auch für die leisen Hilferufe des Gegenübers. Rausgehen gibt uns die Zeit nochmal zu atmen, sich zu sammeln und uns auf den Grund zu gehen. Man zeigt aber auch Selbstvertrauen und Bestimmtheit.

Anklopfen signalisiert dem Menschen gegenüber jetzt bereit zu sein. „Komm doch bitte herein“ ist nicht nur der Höflichkeit geschuldet, sondern gibt dem anderem die Möglichkeit zu zeigen, ich bin es auch!

Das Gespräch findet dann in vielen Fällen in einer Atmosphäre statt, die von Respekt, Achtung und Verstehen wollen geprägt ist. 

Wir sind alle Menschen mit vielen bunten Punkten, suchen wir doch beim Gegenüber unsere Lieblingsfarbe, beginnen von dort aus über die anderen Farben an und in ihm zu reden!

©wortgefuehle