Baby I LOVE YOUR WAY

Immer wenn ich auf das Datum der Veröffentlichung dieses Songs, der einer meiner Lieblingssongs ist schaue, denke ich darüber nach, dass ich 1975 die Liebe fühlte wie jetzt.

Damals mit 15 Jahren glaubte ich an die Liebe, so wie ich es heute auch tue. Ich sehe die 45 Jahre dazwischen als Generalprobe für das Jetzt, in der ich geübt und geprobt habe. Ich wurde bejubelt und ich wurde ausgebuht. Manchmal wurde eine Zugabe gefordert, und ab und zu wurde das Stück vorzeitig abgesetzt.

Ich habe jetzt verstanden, dass Liebe immer üben, proben und Lampenfieber ist. Das Stück „Liebe“ ist nur so gut, wie es die Akteure darin sind. Mein Herzmensch lässt mich wachsen und mich entwickeln, ganz einfach, einfach so.

Ich würde dem Stück heute folgenden Titel geben:

„Was die Liebe noch werden kann, und was sie ist (und von allen Gefühlen dazwischen).“

Liebesbeziehung mit mir

Am Abend anlehnen
um die Nacht zu finden
und die Gedanken des Tages,
tauschen gegen die Träume
der Nacht.

©Josef Ambrosch

Wenn der Tag sich langsam am Abend anlehnt, kurz bevor die Nacht beide umhüllt, entdecke ich für mich immer mehr diese kleine stille Zeitspanne, in der meine Gedanken und Gefühle Händchen halten.

Diese Zeit ist mittlerweile mein Ruheplatz im Alltagsleben. Die Ruhe erzählt mir von den Augenblicken des Tages, von den kleinen Höhen und Tiefen darin, und von mir. Ich höre dann immer aufmerksam zu, und ab und zu erkenne ich mich nicht sofort.
Die Gedanken beschreiben mich dann den Gefühlen. Diese lächeln milde, und antworten den Gedanken, dass sie den lieben der ich war, den der ich bin, und den, der ich sein werde.

Eine kleine Romanze, die meine Liebesbeziehung mit mir zur Lebensliebe macht.

Wünsche Euch einen harmonischen Abend🍀

Ein bisschen

„Liebe zulassen,
um zu lieben was immer liebte.
Leben zulassen,
um zu leben was immer liebte.
Gefühl zulassen,
um zu fühlen was immer liebte.
Zulassen, um das Liebste im Leben zu fühlen,
das Platz für dieses kleine bisschen
mehr fühlen lässt.
Dieses kleine bisschen mehr fühlen,
das es so schwer macht, ein kleines bisschen
weniger zu lieben.
Ein kleines bisschen weniger, ist oft dieses
kleine bisschen mehr an Liebe.“

Auszug aus
Seemond
Josef Ambrosch
https://books.apple.com/de/book/seemond/id1455380716
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Sonntag und Zeit

jeden Sonntag verweilen

wir am Frühstückstisch

für zwei

deine Blicke kommen

nicht einfach in Worten

zu mir

sie umgarnen mich

in rosa Gier

nach Lippen und Gedanken

voller Träumerei

wir lieben uns zu sagen

spüren noch die Nacht

alle Worte würden es nur

falsch sagen

was uns beide

gerade glücklich macht

©Josef Ambrosch

Abenteuer

Nachts,

wenn mein Gefühl für dich

nur dein Ein und Ausatmen ist,

denke ich oft an das Meer

und an das Abenteuer der Einsamkeit

wenn das Meer in der Dunkelheit

nur das Geräusch der Wellen ist.

Du wirst mir dann wesentlich

und mein Gedächtnis 

räumt das Überflüssige auf.

©Josef Ambrosch

Glücksrauch

Das kleine Haus unter Bäumen am See.

Vom Dach steigt Rauch.

Fehlte er

Wie trostlos dann wären

Haus, Bäume und See.

Bertolt Brecht, Der Rauch

Die Zeilen von Bertolt Brecht zeichnen mit Worten Bilder, die mich daran erinnern, wie perfekt und vollkommen mir das Leben manchmal Momente, Augenblicke und das Leben von anderen Menschen zeigt. Ein Leben, dem aber genau dieser Rauch fehlt.

Der Rahmen und die Farben sind perfekt aufeinander abgestimmt, und oft bin ich versucht keinen zweiten Blick auf dieses Bild zu machen. Ich habe jedoch gelernt, hinter Farben zu schauen, und mich darin zu suchen.

Den Rauch in meinem Leben habe ich gefunden. Er ist meine Sehnsucht, mein Fühlen und meine Liebe. Deshalb bin ich immer da zuhause, wo mein Gefühl und die Liebe ein Feuer entzünden, und der Rauch sanft kräuselnd durch den Kamin Bilder in unsere Herzen malt.

der Moment

als ich mit dir

ohne Gepäck

in Gefühlen verreiste

und alles bei dir fand

was ich zum Lieben brauchte

©Josef Ambrosch

Lächelnde Erinnerung

Mein Tag begann mit dem Weg zum Bäcker, um den Urlaubstag in aller Ruhe, und mit einem ausgiebigen Frühstück zu beginnen. Während ich schon unterwegs war, war meine Maske natürlich noch daheim.

Meine Reaktion darauf, zeigte mir was eben diese Maske in mir verändert hat. Ich lächelte einfach, nur für mich. Ich war schon immer ein sehr positiver, fröhlicher Mensch, der auch in der Tiefe lachen kann. Doch seit dem Ausbruch der Pandemie und dem Tragen der Maske, lächle ich bewusster, nicht anders als zuvor, aber dieses Lächeln für mich selbst, ist intensiver spürbar geworden, und ich empfinde dies als wunderbares Geschenk.

So hat mich kurioserweise Covid-19 wieder daran erinnert welch glücklicher, zufriedener und ausgeglichener Mensch ich bin.

Wenn Denken und Fühlen
zärtlich zueinander sind,
kann ich das leise Lächeln
meiner Geschichte hören.

@Josef Ambrosch

Einen lächelnden Dienstag wünsche ich Euch!