Regenmelodie

„Seemond“ https://www.amazon.de/Seemond-Wortgef%C3%BChle-Josef-Ambrosch/dp/3746067278

das Lied der Regentropfen an die Fensterscheibe
meine Seele summt es leise mit
öffnet mit leisen Tönen mein Fenster zum Ich
nimmt mich mit zum innehalten, träumen und loslassen
Sehnsucht, nach Regen auf der Haut, Sonne die sie trocknet
nur lauschen, achtsam dem Flügelschlag meiner Gefühlsgedanken
nur sein, sein wie ich bin.


©josef ambrosch

Wenn das Herz sprechen lernt

„Seemond“ https://wortgefuehle.blog/buchshop/

Gefühle,

die ich für dich

in Worte lege.

Worte,

die nie Liebe

übersetzen können.

Liebe,

die sich nur ganz sanft

wie auf Pergament

in die Seele malen lässt.

Seele,

die dem Herzen hilft

sich auszudrücken.

Herzkuss,

der dieser Stille

hinter dem Herzschlag

Worte gibt.

©Josef Ambrosch

Verreisen

aus „Gefühlshonig“

Wenn ich einfach dasitze,
verreisen meine Gedanken
in Gefühle und Emotionen.

Begegnungen und Erlebnisse
auf dieser Reise
lassen mich einfach dasitzen
und verreisen.

©Josef Ambrosch

Regentropfen

Wie die Regentropfen

auf die Fensterscheibe,

fallen Gefühle manchmal

in eine Liebe,

die keinen Halt gibt.

©Josef Ambrosch

Selbstverständlichkeit

Abwesenheit


„Als ich, links neben ihr sitzend, mit dem Fuß gegen ihren Stuhl schlug und wahrnahm, daß ich ihn damit nach rechts verrückte, begriff ich, daß sie abwesend war.“

Die Zeilen aus dem Buch „Idylle rückwärts“ von Kurt Drawert zeigt ein Problem in unserer Zeit, welches einfach als selbstverständlich hingenommen wird, nämlich die Selbstverständlichkeit!

Ob im Miteinander im Beruf, Alltag oder Familie, wir erkennen selbstverständlich dass nichts auf dieser Welt selbstverständlich ist, erst dann, wenn es selbstverständlich zu spät ist.

Selbstverständlich ein Wort das leider selbstverständlich geworden ist!

©Josef Ambrosch

Baby I LOVE YOUR WAY

Immer wenn ich auf das Datum der Veröffentlichung dieses Songs, der einer meiner Lieblingssongs ist schaue, denke ich darüber nach, dass ich 1975 die Liebe fühlte wie jetzt.

Damals mit 15 Jahren glaubte ich an die Liebe, so wie ich es heute auch tue. Ich sehe die 45 Jahre dazwischen als Generalprobe für das Jetzt, in der ich geübt und geprobt habe. Ich wurde bejubelt und ich wurde ausgebuht. Manchmal wurde eine Zugabe gefordert, und ab und zu wurde das Stück vorzeitig abgesetzt.

Ich habe jetzt verstanden, dass Liebe immer üben, proben und Lampenfieber ist. Das Stück „Liebe“ ist nur so gut, wie es die Akteure darin sind. Mein Herzmensch lässt mich wachsen und mich entwickeln, ganz einfach, einfach so.

Ich würde dem Stück heute folgenden Titel geben:

„Was die Liebe noch werden kann, und was sie ist (und von allen Gefühlen dazwischen).“

Sonntag und Zeit

jeden Sonntag verweilen

wir am Frühstückstisch

für zwei

deine Blicke kommen

nicht einfach in Worten

zu mir

sie umgarnen mich

in rosa Gier

nach Lippen und Gedanken

voller Träumerei

wir lieben uns zu sagen

spüren noch die Nacht

alle Worte würden es nur

falsch sagen

was uns beide

gerade glücklich macht

©Josef Ambrosch

Abenteuer

Nachts,

wenn mein Gefühl für dich

nur dein Ein und Ausatmen ist,

denke ich oft an das Meer

und an das Abenteuer der Einsamkeit

wenn das Meer in der Dunkelheit

nur das Geräusch der Wellen ist.

Du wirst mir dann wesentlich

und mein Gedächtnis 

räumt das Überflüssige auf.

©Josef Ambrosch

Bruchstelle

Wir werden sein wie die scherben
der dinge aus ton: nie mehr
ein ganzes, vielleicht
ein aufleuchten
im wind

Reiner Kunze

Die Zeilen von Reiner Kunze, dessen Ein- und Ansichten ich sehr mag, lassen meine Gedanken gerade über das Leben, die Gefühle und die Liebe mit meinen Worten sinnieren.

Das Brechen der Liebe beginnt ja in den meisten Fällen nicht in der Liebe selbst.

Die Gewohnheit
sucht die Bruchstellen
der Gefühle dort
wo sie wehrlos sind.

Und ein kleiner Knacks im Gefühl, kann sich in der Selbstverständlichkeit des Alltags, und der Sicherheit einer Beziehung entwickeln.

Sie schleicht sich
unbemerkt
in unsere Worte
und lässt Uns
selbstverständlich
werden.

Fehlende Kommunikation, Aufmerksamkeitsdefizit und eingefahrene Rituale und Routine werden dann zur Bruchstelle. Verlustängste und das Festhalten am Gewohnten, ist wie der Versuch eine Vase mit Klebstoff wieder ganz zu machen. Die kleine Stelle wird immer verletzlich bleiben, und leichter zerbrechen als der ganze Rest.
Dieses kurze Aufleuchten im Wind, löscht meist der Hauch von Enttäuschung, des Betruges (an sich selbst und dem Gegenüber), und die Sehnsucht nach Vollständigkeit.

Ich will deshalb nie selbstverständlich sein, und will nie aufhören, Dich anfangen zu entdecken.

Dies ist natürlich nur das Empfinden eines Mannes, der nicht nur über Gefühle spricht, sondern sie in mein Leben lässt, weil ohne Gefühl und Liebe das Leben einen Knacks hat.

Würde mich über Euer Fühlen und Denken sehr freuen.

Als die Liebe
das Verliebtsein
verloren hatte,
Selbstverständlichkeit
die Leichtigkeit ersetzte,
und in der Tiefe
der Beziehung nur noch
Schwere war,
fand die Versuchung
leicht ihren Weg
des Verliebtseins.

©Josef Ambrosch

Offener Vorhang

um Mich zu finden

um Dich zu Lieben

musst du den Vorhang

zu meinem Herzen

so wie ich zu deinem öffnen

Das zarte Federnnest

meiner Sehnsucht

in deiner entdecken

um mit dem unbekannten

Meer zu treiben

auf dem wir keinen Anker

brauchen

©Josef Ambrosch