Offener Vorhang

um Mich zu finden

um Dich zu Lieben

musst du den Vorhang

zu meinem Herzen

so wie ich zu deinem öffnen

Das zarte Federnnest

meiner Sehnsucht

in deiner entdecken

um mit dem unbekannten

Meer zu treiben

auf dem wir keinen Anker

brauchen

©Josef Ambrosch

Das leise Fallen der Schneeflocken hören

( Das leise Fallen der Schneeflocken hören )

So wie die leisen, kleinen Schneeflocken der Welt heute ihren Zauber geben, tun es die leisen, kleinen Worte zwischen zwei Menschen.

Liebenswillen

dieses dich
das ich in jedem
fremden Gesicht
suche
diese Berührung
die ich mit jedem
Wind wie die deine
fühle
diese Stimme
die mir nachts
die Sterne
flüstern
dieser Kuss
der so zart auf
deiner letzten weißen
Rose
still wie ein Regentropfen
schläft
bis das letzte Blatt
zu Boden fällt
es spürt
es will
Lieben

@Josef Ambrosch

Die Zeit zwischen dem Leben. Zeit um über mein Leben nachzudenken.

Den Tag warten lassen, um mehr von mir zu haben……

Mit diesen Worten, die ich auf meinem https://wortgefuehle.blog vor einiger Zeit geschrieben habe, zeigt sich am besten wie mein Leben, durch langsamer leben, lebendig und intensiv wurde.

Ich liebe es, dieses Leben zu berühren, zu fühlen, und dabei auf meinen Grund zu kommen. Konstantin Wecker singt in seinem wunderschönen Lied „Liebeslied im alten Stil“, dass es die Hauptsache ist sich zu berühren, und in sich einzutauchen. Einzutauchen, ohne zu wissen, wie tief dieses Meer ist.
Das Leben und die Liebe für mich selbst, schenken mir das Vertrauen, fliegen zu lernen, während ich falle.

Es sind meist die kleinen Momente des Glücks, die mich eintauchen lassen, in mich, meine Gefühle und Gedanken. Da ich leidenschaftlicher Kaffeetrinker bin, bewunderte ich lange Zeit, die glänzenden und verschnörkelten Wundermaschinen, aus denen unten das „Schwarze Gold“, wie von Zauberhand in die Tasse fließen kann. Ich hatte und habe eine davon auch noch in Gebrauch, einfach weil es z.Bsp. für mehrere Gäste praktisch ist.

Ein Moment des kleinen Glückes ist für mich jedoch meine kleine „Bialetti“. Die einfachste und ehrlichste Art, mir italienische Lebensfreude und Genuss zu schenken. Das kleine Wunderteil schenkt mir Zeit für mich, und hilft mir neue Perspektiven zu finden, sie lässt mich über Probleme lächeln, und ist meine Ruheinsel im Tag. Ich gebe mir Zeit, selbst gemahlenes Kaffeepulver in das Sieb zu füllen, dieses dann sanft zu schütteln um es zu verteilen. Beim Warten vor dem Herd denke ich oft an das Leben, und wie es sich bereithält, und lächle bei der Erkenntnis, dass ich früher für das Leben bereit war, und um wie viel besser es sich anfühlt jetzt selbst die Regie zu führen.
Die Kunst des richtigen Augenblicks lerne ich immer wieder, wenn es darum geht, sie punktgenau vom Herd zu nehmen und in die Tasse zu gießen.. Die richtige Menge Zucker, und dieses zärtliche umrühren, zeigen mir immer wie wichtig die Zutaten auch in meinem Leben sind, und wie unersetzlich die kleinen zärtlichen Momente zwischen meinem Leben und mir.

Die kurze Zeitspanne des Genusses der kleinen Tasse flüstert mir dann immer leise in die Seele:

als ich dachte
dass Leben eine Zeit ist
zeigte es mir
dass die Zeit
Leben ist

Schweißperlen

Momente,

in denen meine Arme dich halten

und ich nicht sicher bin

wo ich aufhöre und wo du anfängst,

lassen uns keine Sandkörner zählen,

nur die Schweißperlen.

Falls mir danach die Worte fehlen

hörst du mich mit deinem Herz,

und aus meinen Augen antwortet Liebe.

©Josef Ambrosch

Ankerplatz

du bist die Frau

die meine Seele

am Herzen vor Anker

gehen lässt,

weil du der Ruheplatz

für meine Liebe bist.

Du gehst die Wege

meiner Seele

als würdest du sie kennen,

und wir treffen uns barfuß

dort, wo Ende und Anfang

der Verletzlichkeit liegen.

©Josef Ambrosch

Berührung

in einem einzigen Kuss

berührten wir uns dort

wo Hände nicht hinkommen

und Worte ins Leere fallen

©Josef Ambrosch

Briefverkehr

Sie träumte,

Er hätte ihr

einen zärtlichen Brief

geschrieben …,

mit Fingerspitzen

auf ihren Rücken,

als er mit Ihrer Phantasie

spielte,

und sie beide hemmungslos

darin eintauchten.

@josef ambrosch